PSYCHOTHERAPIE

Sie können nicht schlafen, grübeln, kommen nicht zur Ruhe? Sie sind niedergestimmt, ängstigen sich in Situationen, die sie früher spielend bewältigt haben? Es fällt Ihnen schwer, sich aufzuraffen? Sie fühlen sich hilflos, schuldig oder wertlos? Sie werden von schmerzhaften Erinnerungen oder Gefühlen gequält? Sie spüren Ihre Grenzen erst dann, wenn Ihr Körper reagiert?

 

EINE PSYCHOTHERAPIE KANN HELFEN

Vor allem dann, wenn die Beschwerden schon seit einigen Wochen anhalten, Sie darunter leiden und eigene Bewältigungsversuche bisher nicht erfolgreich waren oder selbst zum Problem geworden sind.  

ABLAUF & DAUER

Erstgespräch

IIm ersten Gespräch lernen wir uns kennen. Dabei interessiert uns zunächst, was sie zu uns führt. Das heißt, Sie haben viel Raum, Ihre Symptomatik, Problemlage bzw. Ihr Anliegen zu schildern. Zudem stellen wir Ihnen viele Fragen um uns ein möglichst umfassendes Bild zu machen. Am Ende des Erstgesprächs teilen wir Ihnen, soweit schon möglich, unsere Einschätzung mit und informieren über unsere wie alternative Behandlungsmöglichkeiten.

Probatorische Sitzungen

Vor der eigentlichen Behandlung erfolgen bis zu fünf probatorische Sitzungen. Sie dienen der umfassenden Diagnostik und der Erstellung eines Behandlungsplans. Am Ende der probatorischen Sitzungen wird ein Antrag auf Kostenübernahme an den jeweiligen Versicherer gestellt.

Therapiesitzungen

Eine Therapie kann als Kurzzeittherapie (25 Sitzungen) oder Langzeittherapie (60 Sitzungen) angelegt sein. Welche Variante für Sie geeignet ist, klären wir in den probatorischen Sitzungen. Eine Therapiesitzung dauert in der Regel 50 Minuten und findet wöchentlich statt. Von diesem Rhythmus kann temporär abgewichen werden, wenn dies für den therapeutischen Prozess förderlich ist. 

UNSERE HALTUNG & ARBEITSWEISE

Menschen mit psychischen Erkrankungen zeigen meist Schwierigkeiten im Umgang mit Gefühlen. Gefühle haben für unsere mentale Gesundheit jedoch eine wichtige Bedeutung. Sie entstehen vor dem Hintergrund unserer emotionalen Grundbedürfnisse, informieren uns, ob diese erfüllt sind und organisieren unser Denken und Handeln. Werden freundliche wie schmerzhafte Gefühle aufgrund früher Lernerfahrungen unterdrückt, kaum wahrgenommen, abgespalten oder sind sie so intensiv, dass sie nur schwer reguliert werden können, werden langfristig wichtige emotionale Grundbedürfnisse überhört, missachtet oder sehr einseitig befriedigt. Zudem bilden sich oft Denk- und Verhaltensweisen aus (z.B. Souveränität demonstrieren, Perfektionismus, Kontrollverhalten, Vermeidung, Substanzkonsum), die kurzfristig v.a. schmerzhafte Gefühle reduzieren, langfristig jedoch das Problem aufrechterhalten oder selbst zum Problem werden, so dass sich schließlich ernsthafte psychische Symptome und Erkrankungen entwickeln können.

 

Aufgabe einer Psychotherapie ist es deshalb

  • die konkrete psychische Erkrankung und deren Entwicklung zu verstehen

  • ihre Ziele und Veränderungswünsche zu erarbeiten

  • hilfreiche wie nicht hilfreichen Denk- und Verhaltensweisen zu erkennen

  • die hilfreichen Muster und Kompetenzen zu fördern und zu ergänzen und die weniger hilfreichen zu durchbrechen

  • Gefühle adäquat wahrnehmen, verstehen, aushalten, regulieren zu lernen

  • schmerzhafte wie freundliche Erlebnisse der Vergangenheit und deren Folgen für unseren Umgang mit Gefühlen und Bedürfnissen herauszuarbeiten

  • schmerzhafte Ereignisse der Vergangenheit zu verarbeiten

  • einen reifen Umgang mit unseren Bedürfnissen im Angesicht der stetigen Herausforderungen des Lebens zu ermöglichen

 

Als Verhaltenstherapeutinnen nutzen wir dazu Methoden aus dem gesamten Spektrum der Verhaltenstherapie. Passgenau verwenden wir neuere emotionsfokussierte Methoden (z.B. imaginative Techniken, erlebnisaktivierende Methoden, Achtsamkeits- und akzeptanzbasierte Methoden, Methoden der Teilearbeit) genauso wie klassische kognitive Methoden (z.B. Situationsanalysen, Problemlösestrategien, Identifizieren und Disputieren von Denkmustern) und behaviorale Methode (z.B. Stärkung sozialer Kompetenzen, Training der Konfliktfähigkeit, Expositionsverfahren).